Aufruf: Keinen Meter dem Rassismus und Nationalismus in Münster!

Aufruf des „Keinen Meter“-Bündnisses

Am 13. Mai will die AfD ihren „Wahlkampfabschluss“ für die Landtagswahl in der Aula des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums in Münster durchführen. Als Redner_innen geladen sind neben den beiden Münsteraner Direktkandidaten erneut Frauke Petry, Bundessprecherin der AfD, und Marcus Pretzell, Petrys Ehemann und Landesvorsitzender der Partei in NRW.

Wie bereits beim Neujahrsempfang der Partei im Februar sollen diese beiden „Stargäste“ die Veranstaltung der AfD für Gäste interessanter machen. Sicherlich hofft die AfD darauf, einen Tag vor der Wahl noch etwas Publicity zu erheischen. Wir werden aber dafür sorgen, dass am Samstag nicht die AfD im Mittelpunkt stehen wird, sondern der Protest von vielen Hundert Menschen aus Münster. Wir werden der AfD keine Ruhe für ihre reaktionäre Politik lassen, sondern erneut laut, deutlich und entschlossen klarmachen, dass Münster kein gutes Pflaster für rechte Parteien war, ist und bleibt. Im Februar setzten 8.000 Münsteraner_innen mit uns zusammen ein beeindruckendes Zeichen gegen die völkisch-nationalistische und chauvinistische Politik der AfD.

Werbung hat die AfD in NRW derzeit bitter nötig: der Wahlkampf stockt, die Umfragewerte sinken, in Münster zuletzt auf nur noch 3%, und offen ausgetragene Machtkämpfe bringen die Kontrahent_innen an ihre persönlichen Belastungsgrenzen. Frauke Petry und Marcus Pretzell haben in den letzten Wochen versucht, sich und ihre Unterstützer_innen als „realpolitischen“ und „gemäßigten“ Flügel der Partei darzustellen, der sich von dem offenen rechtsradikalen Flügel um Alexander Gauland und Björn Höcke abzugrenzen versucht. Damit sind sie nicht nur innerhalb der eigenen Partei grandios gescheitert, auch inhaltlich war diese Abgrenzung gegenüber allzu offener faschistischer Rhetorik und rassistischen Positionen nur ein taktisches Manöver im innerparteilichen Machtkampf.

Es waren Petry und Pretzell, welche die Rechtsentwicklung innerhalb der AfD vorangetrieben haben Mittlerweile gibt es in der AfD nur noch Rechtsaußen und Ganz-Rechtsaußen! Petry und Pretzell suchten früh den Schulterschluss mit der europäischen extremen Rechten. Petry , die nach wie vor Bundesvorsitzende der Partei bleiben will, gratulierte jüngst nach der Stichwahl um die französische Präsidentschaft Marine Le Pen, der Kandidatin des extrem rechten „Front National“, zu ihrem „beeindruckenden“ Ergebnis und dem Versuch, „das Land aus der Umklammerung einer moralisierenden Elite zu befreien“.

Die AfD ist keine Partei wie jede andere, sie ist eindeutig völkisch-nationalistisch und reaktionär. Der AfD stellen wir unsere Vision einer Gesellschaft der grenzenlosen Solidarität, des respektvollen Miteinanders, der Freiheit und der Gleichheit entgegen.

Für ihre Propaganda-Veranstaltung will die AfD ausgerechnet eine Schule ohne Rassismus – mit Courage“ nutzen. Die für die Raumvergabe zuständige Stadtverwaltung hat ihre zuerst Zusage an die AfD Anfang der Woche zurückgezogen, da sie sich von der Partei getäuscht sah, da keine lokale Veranstaltung, sondern der landesweite Wahlkampfabschluss durchgeführt werden sollte. Das Verwaltungsgericht entschied am Donnerstag, dass die Stadt der AfD die Schulaula überlassen muss. Das „Keinen Meter“-Bündnis freut sich, dass sich Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern des Freiherr-vom-Stein-Gymnasium vehement gegen die AfD-Veranstaltung ausgesprochen haben und am 13. Mai unter anderem ein buntes Schulfest abhalten. Das „Keinen Meter“-Bündnis wird zeitgleich vor der Schule eine Kundgebung mit Kultur- und Redebeiträgen abhalten. Kommt am Samstag nach Gievenbeck und setzt ein Zeichen gegen die AfD.

Keinen Meter dem Rassismus – gemeinsam gegen Nationalismus und soziale Ausgrenzung!

13. Mai 2017 – 14 Uhr – Ecke Diekmannstraße/Lindenbreie – Münster-Gievenbeck

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Karte und Programm

In 2 Tagen findet unsere Kundgebung auf dem Prinzipalmarkt statt!

Deshalb wollen wir euch kurz auf den aktuellen Stand bringen:

Wir haben von 17:30 Uhr bis 21:30 Uhr ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt, welches vor Ort wetter- oder situationsbedingt angepasst wird. Neben den Dontos wird es musikalische Einlagen von Joe Hetscher, Linda Lyker und Samir Safok, No Talent Necessary, Anita Cronjäger, Sahia/Bahia und dem Chor „Die Untertanen“ geben.

Abwechselnd mit den Musikeinlagen wird es eine Vielzahl kurzer Redebeiträge geben. Neben politischen & kirchlichen Akteuren aus Münster werden auch syrische Geflüchtete zu Wort kommen. Ihrem Redebeitrag folgend wird es eine Schweigeminute mit einer Lichteraktion geben.

Am 1o. Februar selbst werden wir euch über Twitter auf dem laufenden halten. Wenn ihr einen Account habt folgt @ms_keinenmeter. Ihr könnt die Seite aber auch ohne Account benutzen z.B. vor Ort über euer Smartphone: https://twitter.com/ms_keinenmeter

Für Auswärtige haben wir eine Karte als .pdf-Datei zum runterladen und Ausdrucken erstellt. Ihr findet die Karte hier: Karte 10. Februar.

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10.02: Die DONOTS spielen auf unserer Kundgebung!

Die DONOTS werden auf unserer Kundgebung am 10.02. in Münster ein Mini-Set spielen, um unseren Protest gegen den Neujahrsempfang der AfD zu unterstützen!

Die 5 Jungs aus Ibbenbüren/Münster sind Wiederholungstäter: Bereits bei den ersten Aktionen unseres Bündnisses gegen den Naziaufmarsch am 3. März 2012 hatte die Band per Video dazu aufgerufen, sich an unseren Aktionen zu beteiligen. Sänger Ingo musste sich anschließend mit einem Strafverfahren der Staatsanwaltschaft Münster herumschlagen, weil diese im Video einen möglichen Aufruf zu Straftaten sah.

5 Jahre später sind die DONOTS kein Stück leise geworden – gleiches gilt für uns. Die Verhältnisse sind ja auch nicht unbedingt besser geworden… Umso wichtiger, klare Kante gegen Rassismus, Nationalismus und soziale Ausgrenzung zu zeigen. Oder um es mit den DONOTS zu sagen: „Bleibt positiv und seid laut gegen Arschlöcher!“ Das werden wir am 10.02. gemeinsam, solidarisch und entschlossen tun.

https://www.instagram.com/p/BN36W2eBdVC/

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Flyer: Kein Platz für rechte Brandstifter_innen!

Am 10. Februar 2017 will die „Alternative für Deutschland“ (AfD) im Festsaal des Münsteraner Rathauses ihren Neujahrsempfang abhalten. Als Redner_innen geladen sind unter anderem Frauke Petry, Bundessprecherin der AfD, und Marcus Pretzell, ihr Ehemann und Landesvorsitzender der Partei in NRW. Dagegen wollen wir protestieren!

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„Drucke gegen Dummheit“ – Wettbewerb & Ausstellung des Westfälischen Kunstvereins

Unter dem Motto „Drucke gegen Dummheit“ veranstaltet der Westfälische Kunstverein einen Designwettbewerb nebst Ausstellung, um gegen den Neujahrsempfang der AfD in Münster zu protestieren. Entwürfe können bis zum 5. Februar eingereicht werden. Lest selbst:

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Pressemitteilung: Warnung vor dem „Sicherheitsdienst“ der AfD Münster

Die AfD hat angekündigt, ihren Neujahrsempfang am 10.02. mit einem eigenen „Sicherheitsdienst“ zu schützen und „Störer aus dem Saal zu begleiten“. Lest unsere Recherche und Einschätzung zu dieser Truppe in unserer heutigen Pressemitteilung:

Das Bündnis “Keinen Meter den Nazis” aus Münster warnt vor dem Sicherheitsdienst der AfD bei deren Neujahrsempfang am 10.02. in Münster. Nach mehreren Zwischenfällen in der Vergangenheit und der Ankündigung der AfD, störende Gäste von einem eigenen „Sicherheitsdienst“ entfernen zu lassen, seien Übergriffe zu befürchten, so das Bündnis. Es ruft alle Protestierenden auf, sich nicht einschüchtern zu lassen und gemeinsam solidarisch und entschlossen gegen die AfD zu protestieren.
„Die AfD Münster bzw. einige ihre Mitglieder sind in der Vergangenheit mehrfach durch Handgreiflichkeiten gegen Protestierende aufgefallen”, erläutert Liza Schulze-Boysen, Pressesprecherin des Keinen Meter Bündnisses, „angesichts dieser Vorgeschichte wäre es fahrlässig, nicht darauf eingestellt zu sein, dass dies auch dieses Mal der Fall ist.”

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Keinen Frieden mit der AfD! Rassistischer Hetze entgegentreten – gegen den Neujahrsempfang der AfD in Münster!

Gegen Pretzell, Petry & den rassistischen Mob der AfD!

Im Rathaus des westfälischen Friedens ist eure rassistische Hetze unerwünscht! (Plakat in Din A3,Flugblatt am Ende des Artikels)

Am 10.02.2017 will die „Alternative für Deutschland“ (AfD) im Festsaal des Münsteraner Rathauses ihren Neujahrsempfang feiern. Als Redner_innen geladen sind unter anderem Frauke Petry, Bundessprecherin der AfD, und Marcus Pretzell, ihr Lebensgefährte und Landesvorsitzender der Partei in NRW.

Nachdem die AfD im letzten Jahr diverse Veranstaltungen im Müsterland, darunter 2 Auftritte von Petry (1, 2, 3) aufgrund massiver Proteste absagen musste, hat sich die Partei nun einen “unkündbaren” Raum gesucht. Aufgrund des Gleichbehandlungsgrundsatzes gehen Jurist_innen davon aus, dass der Partei aufgrund ihres Sitzes im Stadtrat und der Vermietung des Raumes an andere Ratsfraktionen der Raum nur sehr schwer vorzuenthalten sein wird. Politisch muss die Frage, ob die AfD eine “Partei wie jede andere” ist, natürlich anders bewertet werden, wir gehen als Bündnis aber davon aus, dass die AfD die Räumlichkeiten der Stadt nutzen können wird, um im Rathausfestsaal ihre menschenverachtende Hetze zu verbreiten.

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Keine Räume für Rassist*innen – AfD-Veranstaltung abgesagt – 150 Leute auf unserer Kundgebung!

Am 30.11. demonstrierten rund 150 Menschen in Münster bei unserer Kundgebung gegen die rassistische Politik der Alternative für Deutschland (AfD). Wir hatten anlässlich einer geplanten Veranstaltung mit dem NRW-Landesvorsitzenden der Partei, Martin Renner, zu dem Protest aufgerufen. Die AfD-Veranstaltung fiel jedoch ins Wasser: Der Wirt der Gaststätte Kranefeld hatte der AfD am Vorabend aufgrund der Proteste die Räumlichkeiten entzogen, die AfD musste die Veranstaltung deshalb ersatzlos streichen. Weiterlesen

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30.11: Kundgebung trotz AfD-Absage!

Nach Informationen der Westfälischen Nachrichten musste die AfD gestern Abend ihre für heute geplante Veranstaltung mit ihre NRW-Landesvorsitzenden Martin Renner absagen: Der Wirt der Gaststätte Kranefeld hat sich angesichts der angekündigten Proteste dazu entschieden, der AfD seine Räumlichkeiten nicht mehr zur Verfügung zu stellen. Diese richtige Entscheidung begrüßen wir. Wir sehen die abgesagte Veranstaltung auch als Ergebnis unserer Mobilisierung.

Wir halten dennoch an der Anmeldung für unsere Kundgebung um 18 Uhr an der Grevener Straße/Ecke Nienkamp fest.

Wir wollen uns dort versammeln, um ein Zeichen gegen die AfD zu setzen. Außerdem läuft die Werbung der AfD Münster für die Veranstaltung trotz der gestrigen Absage weiter. Sollte also die AfD ihre Veranstaltung spontan in einen ihrer letzten Rückzugsräume in Münster verlegen, werden wir auch dort zur Stelle sein!

Alles weitere – ob wir an der Grevener Straße bleiben, die AfD (be)suchen oder gemeinsam in die Stadt gehen – werden wir heute Abend vor Ort entscheiden müssen. Also: Packt warme Kleidung, Transparente und viele Argumente ein, sagt euren Freund*innen Bescheid und kommt heute Abend zur Grevener Straße.

Keine Zukunft für Rassist*innen!

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Weder Räume noch eine Zukunft für Rassist*innen!

Am 30.11 gegen Martin Renner in der Grevenerstraße!

Am 30.11 gegen Martin Renner in der Grevenerstraße!

Am 30.11 um 19:00 Uhr will es die AfD schon wieder wissen: Sie plant einen Vortrag in der Gaststätte Kranefeld (Grevenerstraße 173). Als Redner angekündigt ist der NRW-Landesvorsitzende Martin Renner, welcher zum Thema „AfD macht Zukunft möglich“ seinen Standard-Vortrag runterleiern soll.

Hinter der uncharismatischen Fassade des M. Renner verbirgt sich allerdings ein eiskalter rechter Stratege und populistischer Demagoge. Renner ist Gründungsmitglied der AfD und hat Namen und Logo der Partei erdacht, was er stets stolz betont. Er war es auch, der Nigel Farage – den Vorsitzenden der rechtsradikalen britischen UKIP-Partei – 2014 nach Deutschland einlud und durch sein offen rechtes Auftreten der damaligen Parteiführung um Bernd Lucke in den Rücken fiel. Renner zählt zum innerparteilichen völkisch-nationalistischen Flügel um Björn Höcke und Andre Poggenburg.

Er ist zudem Mit-Verfasser eines „Politischen Manifests“ über die Alternative für Deutschland, welches innerhalb der Partei zu heftiger Reaktionen gesorgt hat: Weil es ganz unverschleiert der Hass auf Religionsgemeinschaften propagiert und damit vom offiziellen Parteiprogramm abweicht. Die “Jüdische Allgemeine” bezeichnete es in einem Artikel vom 14.04.2016 als „noch hemmungloser“ als die von der “Patriotischen Plattform” der AfD präferierten Pamphlete.

Ein Besuch lohnt sich übrigens selbst für AfDler nicht mehr: Den identischen Vortrag hat Renner bereits dutzende Male gehalten, er ist komplett auf YouTube Hochgeladen und enthält vor allem Lobgesänge auf das Wirken der Alternative für Deutschland und die deutsche Identität. Er verbreitet in seinem Vortrag u.a. die These, dass die Entnazifizierung ein Versuch der Allierten gewesen sei, die deutsche Identität zu zerstören und sieht die „linke Ideologie“, von den Grünen bis zur Frankfurter Schule, in dieser Tradition. Beides sei daher entschlossen zu bekämpfen.

Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie sich eine Rechtsaußen positionierende AfD in Münster breit macht, die von ihren Wahlerfolgen in anderen Bundesländern noch ganz berauscht ist. Wir nehmen es nicht einfach hin, dass die AfD scheinbar von Wahlerfolg zu Wahlerfolg fliegt. Wir legen nicht resignierend die Hände in den Schoß und finden uns damit ab, dass eine rassistische und nationalistische Partei nicht nur große Teile des Rechtsaußen-Lagers hinter sich versammelt, sondern sich auch große Chancen für einen Einzug in den Landtag und in den Bundestag im nächsten Jahr ausrechnet. Aus diesen Gründen nehmen wir die Veranstaltung mit Martin Renner zum Anlass, um mit einer Kundgebung gegen die Politk der AfD zu protestieren. Wir rufen euch auf, bei unserer Kundgebung mitzumachen.

Den Wirt der Gaststätte Kranefeld fordern wir auf, seinerseits die AfD nicht zu unterstützen und die Partei vor die Tür zu setzen. Kein Gastwirt muss einer rassistischen Partei wie der AfD die Räume überlassen – kein*e Gastwirt*in sollte dies tun!

Der Einlass für die Veranstaltung soll um 19:00 Uhr beginnen, wir haben daher ab 18 Uhr unsere Kundgebung an der Ecke Grevener Straße/ Dreizehner Straße angemeldet!

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