Pressemitteilung: Münster: Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ ruft zu Protesten gegen Corona-leugnenden Autokorso am 28.03.2021 auf

Unsere Pressemitteilung vom 25.03.2021 zur Ankündigung unserer Proteste gegen einen Autokorso von Corona-Leugner:innen am 28.03.2021 in Münster:

Münster: Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ ruft zu Protesten gegen Corona-leugnenden Autokorso am 28.03.2021 auf

Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ aus Münster ruft zu Protesten gegen einen Autokorso von Corona-leugnenden und verschwörungsideologischen Gruppen am 28.03.2021 in Münster auf. Die Gruppen waren unter der Schirmherrschaft der „Ärzte für Aufklärung“, einer verschwörungsideologischen Stiftung, erstmals am 07.03.2021 durch Münster gefahren – begleitet von und erheblich verzögert durch spontane Proteste. Dabei hatten sich auch führende Köpfe der extrem rechten AfD Münster an dem Autokorso organisatorisch beteiligt. Das Bündnis ruft nun dazu auf, sich der für den 28.03.2021 angekündigten verschwörungsideologischen und rechtsoffenen Veranstaltung entgegen zu stellen.

„Corona-leugnende Gruppen wie ‚Querdenken‘ haben im letzten Jahr immer wieder bewiesen, wie gefährlich sie sind“, so Carsten Peters, Sprecher des Bündnisses, zur Einordnung des Autokorsos, „Mit ihrem Mix aus Verschwörungserzählungen, die oftmals auf Antisemitismus basieren, der Ablehnung jeglicher faktenbasierter Argumentation und dem Hass auf vermeintliche ‚Eliten‘ sind sie anschlussfähig für die extreme Rechte – und haben ganz offensichtlich kein Problem damit.“ Die Teilnahme führender AfD-Mitglieder aus dem Kreisverband Münster wertet das Bündnis als Beleg für die Offenheit der Korso-Organisator:innen für die extreme Rechte: „Die AfD ist die Partei der Corona-Leugner:innen – es ist also wenig überraschend, dass sie auch in Münster versucht, an diese Proteste anzudocken“, so Peters, „Und es ist ebenso bezeichnend, dass sie beim Autokorso uneingeschränkt willkommen und sogar organisatorisch eingebunden war.“

Das Bündnis warnt vor der Gefahr, die von der bei verschwörungsideologischen Gruppen derzeit bundesweit beliebten Protestform des Autokorsos, ausgeht. „Autos wurden in den letzten Jahren von der extremen Rechten immer wieder als Waffen eingesetzt – es gibt Dutzende Vorfälle, die dokumentiert sind“, erläutert Katharina Köhnke die Position des Bündnisses, „die Polizei muss die Gefahr, die von einem Autokorso für Unbeteiligte und Protestierende ausgeht, endlich ernst nehmen!“. Gefährliche Vorfälle wurden auch bei den Protesten am 7.3. bekannt: Es gab massive Drohungen von Teilnehmenden des Autokorsos gegenüber Protestierenden bis hin zur Ankündigung, mit einer Schusswaffe zurückzukommen. Ein Teilnehmer schob einen Protestierenden mit seinem Auto zur Seite und ein Video belegt, dass ein Motorradpolizist einen Protestierenden auf einem Fahrrad anfuhr. „Anstelle die Protestierenden und ihre spontane Versammlung zu schützen, gefährdete die Polizei Münster die Protestierenden durch ihren einerseits rabiaten und andererseits völlig unkoordinierten Einsatz auch noch.“ so Köhnke zum Polizeieinsatz am 7.3.2021, „Es ist zudem absolut unverständlich, warum dem Autokorso eine ebenso prominente wie riskante Route durch die Innenstadt genehmigt und diese dann auch noch auf Biegen und Brechen durchgesetzt wurde.“

Diesen Raum im Herzen Münsters will das Bündnis dem Autokorso der Corona-Leugner:innen nun streitig machen: Mit zwei Kundgebungen sollen in der Innenstadt Gegenstandpunkte zum Autokorso gesetzt werden. Sie starten um 14:00 Uhr am Schlossplatz und um 15:00 Uhr am Servatiiplatz. Selbstverständlich unter Wahrung des Infektionsschutzes mit einem eigens abgestimmten Hygienekonzept. Die Teilnehmenden werden aufgefordert, nach Möglichkeit mit dem Fahrrad anzureisen und unbedingt während der gesamten Versammlung eine medizinische oder FFP2-Maske zu tragen. „Wir überlassen den Corona-Leugner:innen, ihren Lügen und ihren extrem rechten Freund:innen, nicht das Herz der Stadt“, so Peters, „unsere Antwort auf die Corona-Pandemie sind nicht Verschwörungsideologien und Antisemitismus, sondern Solidarität. Das werden wir am 28.03. abermals deutlich machen.“

 

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