Es darf keine Normalisierung der AfD geben! Redebeitrag auf der Kundgebung am 3.10.2019

Unser Redebeitrag auf der Kundgebung der Initiative Südviertel gegen das Büro der AfD in der Leostraße 16 in Münster:

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter, Liebe Südviertel-Initiative,

vielen Dank für euer Engagement, für eure Arbeit hier im Viertel. Es ist eine große Leistung, dass ihr hier die Nachbar*innen informiert, die monatlichen Mahnwachen organisiert und das Thema AfD in der Leostraße aktuell haltet. Herzlichen Dank dafür!

Keine Nachbarschaft mit der AfD“ – bringt das Programm, das auch unser Programm und unsere Auffassung ist, treffend auf den Punkt. Es darf keine Normalisierung der AfD geben! Die Anmietung von Büro-Räumen und die damit versuchte Etablierung im Viertel mit Veranstaltungen, Bürozeiten etc. könnte ja zu der Annahme verleiten, dass die AfD eine „normale“ Partei sei, bei der man ja mal Informationen abholen könnte. Das ist sie jedoch nicht. Die AfD ist keine demokratische Partei, Es darf nicht normal sein, dass Rassismus, rechte Hetze, Hass und soziale Ausgrenzung normal werden. Deshalb haben wir immer dort, wo die AfD Veranstaltungen durchführen wollte, protestiert. Sind mit Vielen aufgetreten, um auch buchstäblich deutlich zu machen: Keinen Meter für Rassismus, Hass, soziale Ausgrenzung.

Die AfD fordert, im Besonderen im Hinblick auf die Landtagswahl in Thüringen, die sogenannte „Wende zu vollenden“. „Das System ist am Ende, jetzt kommt die Wende“, so rufen sie und instrumentalisieren damit die friedlichen, demokratischen Proteste am Ende der DDR. Ein Bundesvorsitzender der AfD fordert gleich die „Machtergreifung“.

Doch mit „System“ und „Wende“ meinten und meinen die alten und neuen Nazis und extremen Rechten die Demokratie, die sie abschaffen wollen. Früher die Weimarer Republik, heute die Bundesrepublik. Sie meinen damit das Prinzip gleiche Rechte für alle, die Abschaffung des Grundrechts auf Asyl, Pressefreiheit und andere Grundrechte, die die Gleichheit aller Menschen zum Inhalt haben – die sie abschaffen wollen.

Es ist genau diese Rhetorik der geistigen Brandstiftung und des Hasses. Auch hier in Münster, in Münster-Hiltrup, wurden im Jahr 2016 zwei Brandanschläge auf eine im Bau befindliche Flüchtlingsunterkunft verübt. Die Gedanken, die Worte – sie gehen den Taten voran. Und diesen, ihren Gedanken, Worten und Taten müssen und werden wir entgegentreten. Immer und überall. Im Südviertel, in Kinderhaus oder in Hiltrup. Deswegen ist es wichtig gerade am 3.Oktober Flagge zu zeigen und deutlich zu machen: Keinen Meter und nie wieder!

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