Mehr als 10.000 Menschen protestierten gegen den AfD-Neujahrsempfang

Das „Keinen Meter“-Bündnis ist mit den Protesten gegen den AfD-Neujahrsempfang am 22. Februar 2019 sehr zufrieden: Nach unseren Schätzungen beteiligten sich 10.000 Menschen an den unterschiedlichen Aktionen (die Polizei schätzte die Zahl der Protestierenden auf 8.000 Menschen). Damit waren die Proteste unter dem Motto „Solidarisch gegen den Rechtsruck“ ebenso groß wie vor zwei Jahren. Zugleich waren sie noch vielfältiger.

So fand nicht nur eine große Kundgebung auf dem Prinzipalmarkt statt, Bereits ab dem frühen Nachmittag versammelten sich mehr als 1.500 Menschen in der Innenstadt und setzten mit einer Kundgebung am Servatiiplatz und einer Tanzdemo inhaltliche Akzente gegen die AfD-Veranstaltung. Hier vereinten sich Aktivist*innen aus feministischen, antirassistischen und klimapolitischen Initiativen und der Münsteraner Kulturszene und traten gemeinsam für Ihre Vision einer vielfältigen Gesellschaft auf Basis von Solidarität ein.

Sitzblockade Nähe Syndikatsplatz (Foto: @infozentrale)

Zwar gab es auch 2017 schon vereinzelte Proteste hinter dem Rathaus, in diesem Jahr waren aber alle Zugänge zum Veranstaltungsort der AfD von Protestierenden besetzt. Sitz- und Stehblockaden machten die Straßen dicht. Die Polizei brachte die AnhängerInnen der AfD nur mit erheblichen Mühen und teils unter Einsatz von Gewalt durch den Protest. Angesichts der massiven Proteste entschlossen sich jedoch wohl einige angemeldete Gäste der AfD, lieber wieder nach Hause zu gehen, der Rathaussaal wurde nicht voll, die Veranstaltung begann deutlich verspätet.

Große Blockfahne mit eindeutiger Aussage

„Mr. Irish Bastard“ on stage

Auf dem Prinzipalmarkt protestierten bis in den späten Abend noch viele Tausend Menschen, sie hörten dort zahlreiche kurze Grußworten von Organisationen des „Keinen Meter“-Bündnisses sowie von anderen lokalen Initiativen. So sprachen u.a. VertreterInnen der „Fridays for Future“, des „Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung“, der Gewerkschaften, des Integrationsrats, der Antifaschistischen Linken Münster und der Parteien SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen, der Interventionistischen Linken und der Katholischen Jugend. (Video) Unser Bündnis hatte sich im Vorfeld auf einen längeren, gemeinsamen Redebeitrag geeinigt. (Video-Zusammenschnitt, Grußwort der Antifa)

(Foto: @infozentrale)

Viele Protestierende hatten auch wieder kreative, selbst gebastelte Schilder mitgebracht. Tolle Livemusik boten diesmal „Mr. Irish Bastard“ (Video), das Duo „Cupper Tea“ und die kurdische Musikgruppe „Rojava“.

Es ist uns auch heute wieder gelungen, ein ganz klares Zeichen gegen die AfD und ihre
menschenverachtende Politik zu setzen.  Damit konnte das Bündnis seine Ankündigung einlösen, „die Straßen der Innenstadt [zu] besetzen, […] viele [zu] sein und […] aus verschiedenen Richtungen [zu] kommen.“ Die AfD ist keine normale Partei. Wir werden uns ihr und Ihrer Politik weiterhin zusammen mit vielen anderen in den Weg stellen. Münster ist und bleibt ein schlechtes Pflaster für die AfD.

Das „Keinen Meter“-Bündnis bedankt sich bei Menschen, die am 22. Februar mit uns auf der Straße waren oder die Proteste im Vorfeld in vielfältiger Weise unterstützt haben.

Kleine Presseschau:
WDR
Westfälische Nachrichten
Alles Münster
Wiedertäufer
MSL24

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