Falschbehauptungen der AfD

Am Samstag, den 3. November 2018, veröffentlichten die „Westfälischen Nachrichten“ einen Karikatur, die sich kritisch mit den Protesten gegen den AfD-Kreisparteitag im Rathaus befasste. Der Zeichner griff darin die vom AfD-Sprecher Martin Schiller verbreitete Behauptung auf, dass seine Partei das Rathaus als Versammlungsstätte gewählt habe, weil man aufgrund angeblicher Drohungen durch die linke Szene keine Gaststätte mehr finde. In der Karrikatur sagt einer der Protestierenden zu seinem Nebenmann: „Neulich sagte jemand: Wenn wir die damals in Lokale gelassen hätten, wären die jetzt NICHT im Rathaus.“

Das „Keinen Meter“-Bündnis kritisiert, dass der Spin der AfD ungeprüft aufgegriffen und weiter verbreitet wird. Die Erzählung der AfD ist nach Erkenntnissen des Bündnisses schlicht falsch.

„Der AfD-Kreisverband trifft sich seit einigen Monaten regelmäßig in einem Chinarestaurant im Norden Münsters. Die AfD verbreitet also wieder einmal Falschbehauptungen, um sich selbst in die Opferrolle zu bringen“, so Liza Schulze-Boysen, Sprecherin des Bündnisses.

Die „Bürgerstammtische“ mit Reden von Parteifunktionäre sind auf der Facebook-Seite von Martin Schiller durch zahlreiche Fotos dokumentiert. Zuletzt traf sich die AfD Münster dort am gestrigen Mittwoch. Als Redner hatte sie den stellvertretenden Vorsitzenden der sächsischen AfD, Maximillian Krah, eingeladen.

„Die AfD hat das Rathaus als Versammlungsort gewählt, weil sie bewusst provozieren will. Die AfD ist mittlerweile eine Partei der extremen Rechten. Protest ist nicht nur legitim, sondern auch notwendig, wenn wir die Normalisierungsstrategie der Partei durchkreuzen wollen. Wir werden auch zukünftig gegen AfD-Veranstaltungen auf die Straße gehen“, so Liza Schulze-Boysen weiter.

 

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