Kein Frieden mit der AfD! Über 1000 Menschen protestieren lautstark gegen Teilnahme der AfD am Katholikentag!

Über 1000 Menschen haben heute zusammen mit uns in Münster gegen die Teilnahme der AfD an einer Podiumsdiskussion auf dem Katholikentag protestiert. Später trug eine Gruppe den Protest auch in die Halle Münsterland. Vielen Dank an alle, die dabei waren und mit uns lautstark klar gemacht haben: Rassismus ist keine Meinung, Diskriminierung kein Debattenbeitrag – die AfD gehört auf keine Bühne!

Hier unsere Pressemitteilung zum heutigen Tag:Über 1000 Menschen haben heute in Münster gegen die Teilnahme der AfD an einer Podiumsdiskussion und gegen Rassismus protestiert. Die Demonstration zog lautstark aus der Innenstadt zum Veranstaltungsort der Podiumsdiskussion und setzte damit einen klaren Gegenstandpunkt zur Argumentationslinie des Katholikentages.

„Wir freuen uns, dass so viele Menschen unserem Aufruf gefolgt sind und klar gemacht haben: Die AfD ist keine normale demokratische Partei und ihre rassistischen und menschenverachtenden Positionen sind indiskutabel“, so Carsten Peters, Pressesprecher des Bündnisses „Keinen Meter den Nazis“, das den Protest organisiert hatte, „Münster beweist mal wieder: Hier ist kein Platz für die AfD.“

Auf der Abschlusskundgebung der Demonstration vor dem Messe und Congress Centrum Halle Münsterland sprach neben VertreterInnen der beteiligten Gruppen auch der für sein Engagement gegen Rechtsextremismus bundesweit bekannte Pfarrer Lothar König von der Jungen Gemeinde in Jena. König kritisierte die Leitung des Katholikentags scharf für ihre Entscheidung, der AfD eine Bühne zu bieten. „Lest die Bibel – das ist ein Widerstandsbuch gegen die AfD!“ schrieb er den OrganisatorInnen ins Stammbuch und dankte zugleich den zahlreichen antifaschistischen Gruppen für ihre Unterstützung und ihr andauerndes Engagement: „Danke an die Antifa – das muss auch mal gesagt werden!“ so König zu den Demonstrierenden.

Auch in der Halle Münsterland gab es Protest gegen die Teilnahme der AfD an der Podiumsdiskussion. Eine Gruppe von Menschen machte zu Beginn der Veranstaltung mit einem Transparent und lautstarkem Protest deutlich, dass auch bei den BesucherInnen des Katholikentages Unmut über die Einladung der AfD herrscht. Die Gruppe wurde nach kurzer Zeit von der Polizei aus dem Saal geleitet. „Hier zeigt sich, wie ernst es der Katholikentagsleitung mit ihren eigenen Ansprüchen, z.B. aus der ‚Münsteraner Erklärung‘, ist: Statt Protest zuzulassen, wird der AfD trotz aller Lippenbekenntnisse der Weg freigeräumt“, so Liza Schulze-Boysen, Pressesprecherin des Bündnisses, „wir begrüßen es, dass die BesucherInnen des Katholikentages unseren Protest auch mit in die Halle getragen haben.“

Insgesamt zieht das Bündnis ein positives Fazit. „Wir und viele andere haben heute und bereits im Vorfeld klar gemacht, dass eine Partei wie die AfD, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion, sexuellen Orientierung, ihres Geschlechts oder ihres sozialen Status diskriminiert, auf keine Bühne gehört“, so Peters abschließend, „wir hoffen, dass die Katholikentagsleitung ihre Lehren aus den vergangenen Wochen zieht, ihre Entscheidung überdenkt und zukünftig den eigenen Worten auch Taten folgen lässt.“ Für zukünftige Veranstaltungen der extrem rechten Partei kündigt das Bündnis weiteren Protest an. „Menschenverachtende Positionen werden nicht akzeptabel, wenn man sie nur oft genug wiederholt. Wir werden uns der schleichenden Normalisierung extrem rechter Inhalte und Parteien weiterhin in den Weg stellen.“ so Schulze-Boysen zustimmend, „es darf keine Bühne für Rassismus geben.“

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