Pressemitteilung: Bündnis kündigt erneut große Proteste gegen Naziaufmarsch am 13.9. an – „Diese Stadt wird ein schlechtes Pflaster für Nazis bleiben“

Unsere aktuelle Pressemitteilung zu den anstehenden Protesten gegen den Naziaufmarsch am 13.9.2025 in Münster:

Für den kommenden Samstag, den 13.9.2025, bereitet sich das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ aus Münster auf Proteste gegen den angekündigten Naziaufmarsch der Partei „Die Heimat“ vor. Ein erste Gegenversammlung findet ab 13 Uhr am Hauptbahnhof statt. Weitere Versammlungen werden entlang der Route der Nazi-Demonstration angemeldet, sobald deren Route final feststeht. Die Neonazis aus dem Umfeld der extrem rechten Partei „Die Heimat“ wollen ab 14 Uhr vom Hauptbahnhof bis zum Polizeipräsidium laufen. Es ist derzeit unklar, ob und wie die Polizei ihnen diese Route möglich machen will.


„Eines steht jetzt schon fest: Münster bleibt ein schlechtes Pflaster für Nazis. Das haben am 5. und 19. Juli sehr viele Gegendemonstrantinnen lautstark und über viele Stunden deutlich gemacht und das werden wir am 13.9. wieder tun.“ stellt Bündnissprecher Carsten Peters klar. „Wir richten uns nach den Erfahrungen auf einen längeren Tag ein. Daher werden unsere Versammlungen bis in die Abendstunden angemeldet werden“.

Pressesprecherin Liza Schulze-Boysen ergänzt: „Wir haben in Münster den Fehler anderer Städte nicht begangen und Naziaktivitäten – egal in welcher Dimension – nicht ignoriert. Dadurch konnte sich die Szene hier nie festsetzen, vergrößern und weiter radikalisieren. Unser Bündnis Motto haben wir stets wörtlich genommen und das werden wir auch am Samstag wieder tun. Die Polizei hat den Nazis bei den letzten beiden Aufmärschen mit enormem Aufwand und großen Einschränkungen für Unbeteiligte eine Route im Bahnhofsviertel ermöglicht. Sie muss sich nun fragen lassen, ob sie solche Aufmärsche im Herzen der Stadt weiter möglich machen will.“

„Die Neonazis haben Münster zur sogenannten ‚Frontstadt‘ erklärt und wollen den Widerstand mit ständigen Demos brechen, aber das wird nicht funktionieren. Wir werden wieder laut und viele sein und uns den Nazis immer wieder in den Weg stellen,“ stellt Peters fest. „Das war in all den Jahren das Erfolgsrezept, das wird so bleiben: Die Nazis werden hier nicht Fuß fassen! Sie werden hier mit dieser Strategie genauso scheitern wie in anderen Städten.“

Anwohnerinnen, die sich an den Protesten gegen den Naziaufmarsch beteiligen wollen, können sich an einer Aktion des Campusradios „Radio Q“ beteiligen. Radio Q wird ab 12 Uhr antifaschistische Songs spielen (Empfang per UKW über die Frequenz 90,9 MHz oder als Webradio unter https://www.radioq.de) . Anwohner*innen an der Nazi-Route können somit ihr Radio nutzen und den Nazi-Aufmarsch musikalisch passend begleiten.

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